Gabelstapler Kaufberatung

Inhaltsverzeichnis gabelstapler-einleitung

  1. Einleitung
  2. Anwendungsgebiete und Arbeitsbereiche
    1. Allgemeine Arbeitsbereiche
    2. Spezifische Arbeitsbereiche im privaten Sektor
  3. Sicherheit, Bedienung und Technik
    1. Die Fahrberechtigung
    2. Notwendige Sicherheitsuntersuchungen und Zertifikate
    3. Technische Funktionsweise eines Gabelstaplers
    4. Elementare Bedienungselemente und Handhabung
  4. Verschiedene Typen von Gabelstaplern
    1. Gabelstapler
    2. Geländestapler
    3. Vier- und Mehrwegestapler
    4. Schubmaststapler
    5. Deichselstapler
    6. Hochregalstapler und Teleskopstapler
    7. Kommissionierer, Hubwagen und Handstapler
  5. Gabelstapler Hersteller
    1. Clark
    2. Doosan
    3. Hedemann
    4. Jungheinrich
    5. Kion
    6. Komatsu
    7. Linde
    8. Still
  6. Exemplarische Modellvorstellung
    1. Toyota: Elektro-Gabelstapler: Traigo 48
    2. KION Group: Still: Elektro-Gabelstapler: RX 50
    3. Nissan (Forklift): Elektro-Gabelstapler: TX Serie
    4. Manitou: Elektro-Gabelstapler: EMA II
  7. Verschiedene Antriebsarten
    1. Elektromotor
    2. Gasantrieb
    3. Dieselantrieb
  8. Anbau- und Zusatzgeräte
    1. Gabelzinken
    2. Kippbehälter
    3. Hilfsgeräte
  9. Trends in der Entwicklung
  10. FAQ zum Thema Gabelstapler
  11. Verweise und Quellen

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1. Einleitung

Die sogenannten Flurförderzeuge sind per Definition in erster Linie durch ihren Verwendungszweck und die Art und Weise der Ausführung desselben gekennzeichnet: Flurförderzeuge, die teilweise auch als Flurfördermittel bezeichnet werden, sind für den innerbetrieblichen Transport von Waren und Lasten auf der horizontalen Ebene verantwortlich, wobei sie den Boden (Flur) mit ihren Rädern nicht verlassen. Gabelstapler mit Maennchen

Durch diese Definition unterscheiden sich Flurförderzeuge beispielsweise von LKWs oder anderen Lastfahrzeugen, denn diese sind nicht ausschließlich für den innerbetrieblichen Transport von Waren zuständig, sondern übernehmen normalerweise in erster Linie Transportaufgaben außerhalb des Betriebsgeländes.

Prinzipiell sind Flurförderzeuge nicht auf den horizontalen Transport der Waren und Lasten beschränkt, denn durch die Ausstattung mit einer Hubvorichtung kann es den Gefährten auch möglich sein, Waren in vertikaler Ebene zu bewegen und beispielsweise aufeinander zu stapeln.

Gabelstapler sind vermutlich die bekanntesten Flurfördergeräte und kommen im Arbeitsalltag bestimmter Unternehmen wie teilweise auch im privaten Sektor von allen Flurfördergeräten wohl am häufigsten im Gebrauch vor. Der motorbetriebene Gabelstapler wurde in erster Linie für den Transport von Paletten konzipiert, kann sich aufgrund seiner stetigen Weiterentwicklung mittlerweile jedoch auch in anderen Bereichen praktisch einsetzen lassen.

Durch verschiedene Aufsätze an den Zinken beispielsweise erschließt sich dem Gabelstapler im Handumdrehen ein ganz neues Arbeitsfeld. Die nachfolgenden Ausführungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Gabelstapler aus allen erdenklichen Blickwinkeln zu beleuchten und Interessenten dabei zu helfen eine mögliche Kaufentscheidung fällen zu können.

Hierfür werden zunächst die allgemeinen Arbeitsbereiche von Gabelstaplern näher aufgeführt, um anschließend auf mögliche Einsatzgebiete im privaten Sektor zu verweisen.

Im Anschluss  erfolgt die Darstellung der für den Gabelstapler relevanten Elemente aus dem Bereich Sicherheit, Bedienung und Technik, wobei sich die Ausführungen beispielsweise um das Thema Fahrerlaubnis, technische Funktionsweise und elementare Bedienungselemente dreht. Danach werden verschiedene Typen von Gabelstaplern und ihre jeweiligen Funktionen genauer unter die Lupe genommen.

Exemplarisch werden anschließend einige spezifische Modelle von vier namhaften Herstellern vorgestellt, um dem Leser einen besseren Eindruck über die Auswahlmöglichkeiten zu verschaffen sowie Vor- und Nachteile kennenzulernen.

Nachfolgend sollen überdies die möglichen Antriebsarten eines Gabelstaplers tiefergehend vorgestellt werden, da auch diese jeweils ihre ganz Vor- und Nachteile mit sich bringen, die bei einer Kaufentscheidung unbedingt bedacht werden müssen.

Dem möglichen Anbau und Aufsatz von Zusatzgeräten widmet sich der anschließende Teil, wobei hier nicht nur die verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten, die durch Aufbaugeräte geschaffen werden, betrachtet werden sollen, sondern auch die veränderten Führungseigenschaften eines Gabelstaplers mit Aufsatz in den Fokus rücken.

Diese müssen vom Gabelstaplerfahrer unbedingt bedacht werden, um schwerwiegende Unfälle oder Ähnliches zu vermeiden. Abschließend folgt hiernach ein Ausblick auf neue Trends und zukünftige Entwicklungen in punkto Gabelstapler sowie ein Abschnitt, in dem alle wichtigen Details zum Thema Gabelstapler in Form eines FAQ noch einmal zusammengefasst werden.

Statistik: Absatzmarkt für Gabelstapler nach Regionen weltweit im Jahr 2011 | Statista

2. Anwendungsgebiete und Arbeitsbereiche

In Abhängigkeit von ihrem Einsatzgebiet können Gabelstapler als Flurförderzeuge unterschiedliche Aufgaben übernehmen und in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Der jeweilige Bestimmungszweck unterscheidet sich häufig darin, ob ein Gabelstapler in einem Betrieb oder im privaten Sektor eingesetzt wird.

Der nachfolgende Abschnitt richtet seine Bemühungen dementsprechend an dem Ziel aus, einen möglichst umfangreichen Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche und Einsatzgebiete zu liefern. Eine Unterteilung findet zur besseren Strukturierung in allgemeine und spezifische Arbeitsbereiche im privaten Sektor statt.

2.1 Allgemeine Arbeitsbereiche

Gabelstapler werden in Betrieben und Unternehmen für gewöhnlich dazu eingesetzt, schwere Lasten und Waren von einem Punkt A zu einem Punkt B zu transportieren. Der Einsatz erfolgt dabei nur innerbetrieblich, das Fahren eines Gabelstaplers auf einer öffentlichen Straße beispielsweise ist nicht vorgesehen. Gabelstapler transportieren ihre Lasten in der Regel horizontal, können beim Vorhandensein einer entsprechenden Hubvorrichtung jedoch auch vertikale Bewegungen mit ihren Lasten ausführen.

In der Regel beschränkt sich der Arbeitsbereich von Gabelstaplern darauf, dass sie etwa Paletten mithilfe ihrer Zinken aufnehmen und diese anschließend zu ihrem Bestimmungsort auf dem Unternehmensgelände transportieren. Je nach Gabelstapler werden diese Paletten anschließend entweder nebeneinander positioniert oder aufeinander gestapelt.

So kann der Gabelstapler beispielsweise auch beim Be- oder Entladen eines LKWs oder Transporters zum Einsatz kommen.

2.2 Spezifische Arbeitsbereiche im privaten Sektor

Auch beim Einsatz im privaten Sektor kann der Gabelstapler vor allen Dingen aufgrund seiner Grundfunktion, dem stabilen Transport von Waren und Lasten, punkten. Während das Aufstapeln von Euro-Paletten im privaten Sektor vermutlich eher weniger häufig vonnöten ist, kann ein Gabelstapler jedoch beispielsweise bei Bauarbeiten von besonderem Nutzen sein.

Schwere Materialien können so ohne großen Aufwand transportiert und gestapelt werden. Auch auf einem Hof oder bei großräumig angelegten Gartenarbeiten ist der Einsatz eines Gabelstaplers zur Erleichterung durchaus denkbar.

Durch die verschiedenen Anbaugeräte und Aufsatzmöglichkeiten (siehe Abschnitt 6) können sich zudem weitere mögliche Arbeitsfelder für einen privaten Gabelstapler erschließen.

3. Sicherheit, Bedienung und Technik

Ähnlich wie beim Führen eines PKWs oder eines Baufahrzeugs gelten auch bei der Bedienung eines Gabelstaplers verschiedene Bestimmungen und Sicherheitsvorkehrungen, die vom Fahrer unbedingt beachtet werden müssen.

Bei Flurförderzeugen, die durch Muskelkraft betrieben werden, gestalten sich diese Regeln selbstverständlich offener und ungebundener, bei motorbetriebenen Gabelstaplern jedoch müssen die entsprechenden Vorkehrungen unbedingt eingehalten werden, um Schäden an Personen oder Waren zu vermeiden.

Aus diesem Grund widmet sich der nachfolgende Abschnitt zunächst den grundlegenden Voraussetzungen, die zum Führen eines Gabelstaplers notwendig sind und beschäftigt sich anschließend mit der Funktionsweise sowie den Bedienelementen des Gabelstaplers.

3.1 Die Fahrberechtigung

Der Umgang mit einem motorbetriebenem Gabelstapler ist nicht unbedingt einfach und jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Unfälle, in die ein derartiges Flurförderzeug verwickelt ist. Gabelstapler Unfall

Laut der entsprechenden Statistik der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) wurden beispielsweise im Jahr 2010 insgesamt 28.885 Unfälle mit Flurförderzeugen ermittelt, von denen allein 10.759 Unfälle im Zusammenhang mit einem Stapler entstanden sind.

In 3.834 dieser Fälle werden andere Personen als der Gabelstaplerfahrer durch den Gabelstapler verletzt, indem sie beispielsweise angefahren oder eingequetscht werden.

Um die Zahl dieser schwerwiegenden Unfälle zu minimieren, ist es in Deutschland nach den BGV (Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften) generell so geregelt, dass zur rechtmäßigen Bedienung eines Gabelstaplers ein sogenannter Flurförderschein benötigt wird. Dieser ist mit einer Fahrerlaubnis für den PKW im allgemeinen Verkehrsgeschehen gleichzusetzen und wird umgangssprachlich auch häufig als Staplerschein bezeichnet. Der Staplerschein wird entlang der in BGV D27 und BGV BGG 925 festgesetzten Richtlinien erworben und umfasst sowohl einen theoretischen wie auch einen praktischen Teil mit angeschlossener Prüfung.

Wie auch beim Erwerb eines PKW-Führerscheins müssen die Fahrschüler mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben und sich in der notwendigen geistigen und körperlichen Verfassung befinden, um einen Staplerschein erfolgreich erhalten zu können. Der Staplerschein kann in speziellen Fahrschulen, Betrieben oder auch bei der DEKRA erworben werden. Normale Fahrschulen bieten nicht zwangsläufig Schulungen zum Erwerb eines Staplerscheins an.

3.2 Notwendige Sicherheitsuntersuchungen und Zertifikate

Um alle Sicherheitsmaßnahmen entlang der vorgeschriebenen Richtlinien zu wahren, ist es notwendig den Gabelstapler täglich vor Arbeitsbeginn einer Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen. Gabelstapler SicherheitErst wenn diese Prüfung ohne Beanstandungen erfolgt ist, sollte der Fahrer den Gabelstapler in Betrieb nehmen, da nur so ein reibungsloser Ablauf gewährleistet wird.

Sollten der Sicht- und Funktionscheck ausbleiben und es zu einem Unfall aufgrund eines Funktionsfehlers des Gabelstaplers kommen, kann der Fahrer eventuell zur Rechenschaft gezogen werden. Die Sichtprüfung untersucht den Gabelstapler auf von außen erkennbare Mängel.

Hierzu gehört beispielsweise ein Blick auf die Hydraulik des Fahrzeugs, um sicherzugehen, dass hier keine Flüssigkeiten austreten. Auch die Begutachtung von Reifen und Gabelzinken nach optisch erkennbaren Mängeln, wie beispielsweise Risse im Zinken oder zu wenig Luft im Reifen, sollte unbedingt täglich durchgeführt werden. Die Funktionsüberprüfung dagegen sieht unter anderem vor, dass gecheckt werden muss, ob die Bremsen und Warneinrichtungen einwandfrei funktionieren.

Daneben muss auch hier die Hydraulik auf ihren unversehrten Zustand hin überprüft werden und die Warn- und Bremslichter müssen ebenfalls entsprechend der Vorgaben reagieren. Neben diesem täglichen Check, der in der Regel innerhalb weniger Minuten abgearbeitet ist, empfiehlt es sich, eine jährliche Prüfung durch einen entsprechend ausgebildeten Fachmann vornehmen zu lassen und sich selbige durch eine Prüfplakette bestätigen zu lassen.

Nur mithilfe regelmäßiger Überprüfungen kann die Sicherheit aller Personen, die mit dem Gabelstapler arbeiten müssen, gewährleistet werden. Bei motorbetriebenen Gabelstaplern können außerdem Abgasuntersuchungen und Treibgasanlagenprüfungen fällig werden.

3.3 Technische Funktionsweise eines Gabelstaplers

Gabelstapler werden in der Regel durch einen Elektro- oder einen Verbrennungsmotor betrieben und von einem ausgebildeten Fahrer geführt. Je nachdem für welche Art von Motor der Käufer sich entscheidet ist der Betrieb des Gabelstaplers in Innenräumen gestattet oder nicht. In letzterem Fall wäre der Gabelstapler nur außerhalb von Gebäuden zur Bedienung zugelassen.

Das Heben, Senken und Kippen von Lasten und Waren durch den Gabelstapler wird mithilfe hydraulischer Prinzipien erreicht. Aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, die Hydraulik regelmäßig zu prüfen und zu warten, um Fehlfunktionen zu vermeiden. Eine beschädigte Hydraulik führt nicht nur zum Funktionsverlust des Gabelstaplers sondern kann zusätzlich schwere Schäden an Personen und Waren mit sich bringen.

Ein Gabelstapler verfügt in der Regel über einen sehr kleinen Wendekreis, der ihn während seines Einsatzes bei Lagerarbeiten besonders geschickt und wendig macht.

In der Regel sind Gabelstapler bestens dafür aufgerüstet, um sich bei Wendemanövern um die eigene Achse zu drehen und so einen Wendekreis zu erhalten, der in etwa der Länge des Fahrzeugs entspricht. In großen und kleinen Werkhallen kann der Gabelstapler auf diese Weise auch schwer zugängliche Stellen noch gut erreichen.

3.4 Elementare Bedienungselemente und Handhabung

Gabelstapler werden in der Regel über ein System aus verschiedenen Hebeln und Pedalen bedient. Darüber hinaus verfügen sie über ein Lenkrad, mit dessen Hilfe sich der Stapler steuern lässt.

Der Lenkeinschlag ist bei Gabelstaplern in der Regel relativ groß, um den möglichst geringen Wendekreis zu erreichen. Einige Modelle verfügen anstelle eines Lenkrades auch über eine Art Joystick, mit dessen Hilfe sich die Ausrichtung der Räder kontrollieren, sprich der Gabelstapler steuern lässt. Gabelstapler Bedienung

Die Bedienhebel, die sich bei Standard-Gabelstaplern auf der rechten Seite der Fahrerkabine befinden, erlauben es die Gabelzinken des Staplers zu steuern. Dies inkludiert die Vorgänge Heben, Senken und Kippen sowie mögliche andere Zusatzfunktionen, über die spezielle Modelle verfügen können.

Die Bedienhebel können entweder als einzelne Hebel arrangiert werden, von denen jeweils einer zumeist einer bestimmten Funktion zugeordnet wird, oder sie können wie auch das Lenkrad in Form eines Joysticks daherkommen. In diesem Fall ergibt sich die Bedienung des Gabelstaplers beinahe schon intuitiv, erfordert gleichzeitig aber auch Einfühlungsvermögen vom Fahrer. Der Sitz des Fahrers ist je nach Gabelstaplermodell entweder in einer Art Fahrerkabine oder seitlich am Gabelstapler selbst angebracht. In der Regel kann der Sitz auf das Gewicht des Fahrers individuell eingestellt werden und so eine entsprechende Federung erzeugen.

Schließlich wird eine Grundfederung des Gabelstaplers zumeist vermieden einzubauen, um die Stabilität auch bei maximaler Beladung nicht zu gefährden. Die Pedale sind wie beim PKW für die Betätigung von Gas und Bremse zuständig, wobei heutzutage auch Modelle existieren, bei der die Beschleunigung des Fahrzeugs über die Steuerung mit reguliert werden.

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4. Verschiedene Typen von Gabelstaplern

Der Begriff Gabelstapler wird ähnlich wie auch der Begriff Flurförderzeug häufig als Synonym für eine bestimmte Kategorie von Arbeitsgeräten verwendet, feinere Unterscheidungen werden vom Laien in der Regel nicht vorgenommen. Trotzdem empfiehlt es sich vor dem Kauf eines Gabelstaplers die unterschiedlichen Typen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Schließlich bringen unterschiedliche Betätigungsfelder und Aufgabengebiete jeweils ganz eigene Ansprüche mit sich, die nicht durch jedes Gerät vollständig abgedeckt werden können. Aus diesem Grund werden im nachfolgenden Abschnitt einige Arten von Flurförderzeugen aufgelistet und ihre spezifischen Kennzeichen beschrieben.

Das Ziel dieses Abschnitts ist es einen möglichst umfangreichen Überblick beim Leser zu erreichen, weshalb teilweise auch nicht motorbetriebene Flurförderzeuge besprochen werden.

4.1 Gabelstapler

GabelstaplerAls Gabelstapler in diesem Zusammenhang kann ein motorbetriebenes Fahrzeug verstanden werden, das durch den Anbau zweier Gabelzinken am vorderen Teil des Fahrzeugs gekennzeichnet ist.

Eine feststehende Definition für den Gabelstapler existiert per se nicht, weshalb selbige nur anhand der verschiedenen Kennzeichen vorgenommen werden kann. Der Gabelstapler bildet in diesem Sinne eine übergeordnete Kategorie und kann darüber hinaus auch als Gegengewichtsstapler bezeichnet werden.

Der Stapler selbst bildet in diesem Fall das Gegengewicht zur Ladung, die auf die Gabelzinken gehoben wird.

4.2 Geländestapler

Geländestapler unterscheiden sich von regulären Gabelstaplern in der Regel durch eine größere Standfestigkeit auch in unwegsamem Gelände. Sie sind mit größeren und breiteren Reifen ausgestattet als normale Gabelstapler und verfügen in vielen Fällen über einen Allradantrieb. Geländestapler mit Licht

Normalerweise werden die Geländestapler robuster verbaut als gängige Stapler, was sich vor allen Dingen auf die Achsen, die Hubvorrichtungen und die Hydraulik bezieht. Geländestapler können ohne weiteres auf steilen Abhängen eingesetzt werden, wobei Lasten bis zu 5 Tonnen sowohl bergauf wie auch bergab transportiert werden können. Genau aus diesem Grund werden Geländestapler in der Regel nicht für dieselben Arbeiten eingesetzt, wie andere Stapler, sondern kommen beispielsweise bei der Forstwirtschaft  zum Einsatz.

Auch auf größeren Baustellen kann sich der Einsatz eines Geländestaplers lohnen, wenn sich der Untergrund uneben präsentiert. Das Betreiben eines regulären Gabelstaplers könnte in derartigem Gelände zu erhöhter Unfallgefahr führen, was unbedingt vermieden werden sollte.

Gleichzeitig sind Geländestapler aber nur bedingt in Lagerhallen oder auf ähnlichen Gebieten einzusetzen, da sie oftmals etwas schwerfälliger sind als ihre kleinen und wendigen Brüder. Darüber hinaus werden Geländestapler in der Regel durch Dieselmotoren betrieben und auch aus diesem Grund können sie auf einem Betriebsgelände nicht in jedem Bereich eingesetzt werden.

4.3 Vier- und Mehrwegestapler

Die sogenannten Vier- und Mehrwegestapler zeichnen sich durch ihre besondere Beschaffenheit des Fahrwerks aus. Im Gegensatz zu regulären Gabelstaplern sind die Räder bei diesen Fahrzeugen schwenkbar. Aufgrund dieser Technik wird vor allen Dingen das Arbeiten mit besonders langer Ladung in engen Lagerhallen einfacher. Vierwegestapler

Dem Vier- oder Mehrwegestapler wird es durch seine schwenkbaren Räder möglich, sozusagen seitlich in enge Lagerabschnitte einzufahren. Auch die überlange Ladung fährt in diesem Fall seitlich in den Lagergang ein. Eventuelle Komplikationen werden so vermieden, der Hubprozess und alle weiteren Vorgänge unterliegen bei einem Vier- oder Mehrwegstapler keinerlei grundsätzlicher Änderung, sondern funktionieren wie bei einem regulären Geländestapler auch. Räder, die bis zu einem Winkel von 90 Grad geschwenkt werden können, kennzeichnen einen Vierwegestapler.

Mehrwegestapler dagegen haben vollständig schwenkbare Räder ohne definierten Rahmen. Während sich diese Stapler bei Arbeiten mit langen Ladungen oder in engen Gängen besonders gut eignen, sind sie beispielsweise im Gelände aufgrund der geringeren Stabilität absolut verloren.

Das Einsatzgebiet des Vier- oder Mehrwegestaplers sollte dementsprechend vor dem Kauf genauestens abgesteckt werden.

4.4 Schubmaststapler

Schubmaststapler zeichnen sich besonders in engen und hohen Lagerräumen als effektiv aus, da sie zum einen aufgrund ihrer Konstruktion über eine enorme Stabilität verfügen und zum anderen dazu in der Lage sind, Stapelhöhen von mehr als 12 Metern zu erreichen.

Der Mast ist hierbei dem Fahrerhaus direkt vorgelagert und anhängig. Beim Aufnehmen der Ladung wird der Mast ausgefahren, sodass die Gabelzinken Bodenkontakt erhalten. Während des Transports wird der Mast jedoch wieder eingefahren, um die Stabilität des Fahrzeugs zu gewährleisten.

Schubmaststapler gewähren zwar eine erhöhte Stabilität und eine größere Reichweite nach oben, können dafür in der Regel jedoch nur geringere Lasten von bis zu 2 Tonnen übernehmen. Je nach Modell kann dieser Wert natürlich noch variieren, insgesamt kann im Vergleich zu anderen Gabelstaplertypen jedoch nur eine leichtere Beladung möglich sein.

4.5 Deichselstapler

DeichselstaplerDeichselstapler sind in der Regel eine Nummer kleiner als reguläre Gabelstapler und werden vor allen Dingen für Lagerarbeiten aller Art eingesetzt. Zwar existieren auch Deichselstapler mit einer Fahrerkabine, normalerweise zeichnen sie sich aber durch den sogenannten Mitgängerbetrieb aus.

Das bedeutet, dass keine Fahrerkabine existiert und sich der Fahrzeugführer hinter dem Stapler an einer Konsole zu schaffen macht. Aus diesem Grund ist nicht nur die Leistungsfähigkeit des Gabelstaplers eingeschränkt, sondern selbstverständlich auch seine Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen Staplertypen gedrosselt. Der Deichselstapler kann Ladungen von bis zu 1,6 Tonnen transportieren und eignet sich besonders für Arbeiten, die im weitesten Sinne statisch ausgeführt werden, wie beispielsweise das Be- und Entladen von Containern und LKWs.

Für andere Lagerarbeiten ist der Deichselstapler aufgrund seiner geringen Flexibilität und seiner statischen Ausrichtung nur bedingt geeignet.

4.6 Hochregalstapler und Teleskopstapler

Hochregalstapler / Teleskopstapler Um besonders große Arbeitshöhen zu erreichen empfehlen sich je nach Arbeitsort entweder die sogenannten Hochregalstapler oder die Teleskopstapler.Hochregalstapler eignen sich besonders für enge Gänge und wenig Platz.

Durch ihren hohen Mast können sie Arbeitshöhen von bis zu 17 Metern erreichen und können deshalb im logistischen Bereich zu unverzichtbaren Helfern werden. In der Regel fährt die Fahrerkabine bei diesen Staplern mit in die Höhe, da nur so ein sicheres Handling der Ware gewährleistet sein kann.

Die Tragfähigkeit der Hochregalstapler ist aus Stabilitätsgründen auf rund 1,5 Tonnen begrenzt. Teleskopstapler dagegen eignen sich vor allen Dingen für den Einsatz im Gelände. Vom Unterbau her erinnern diese Stapler an gewöhnliche Baufahrzeuge, die jedoch mit einem beweglichen Führerhaus und einem sogenannten Teleskoparm ausgestattet sind. Diese ermöglichen es mit den Gabelzinken oder anderen Arbeitsaufsätzen auch große Höhen zu erreichen. Die Teleskopstapler empfehlen sich für den Einsatz innerhalb von Lagerräumen eher weniger, da sie viel Platz benötigen.

Von daher empfehlen sie sich eher für landwirtschaftliche Arbeiten oder den Einsatz auf Baustellen.

4.7 Kommissionierer, Hubwagen und Handstapler

Gelber HubwagenKommissionierer, Hubwagen und Handstapler können im Vergleich als kleine Geschwister des Gabelstaplers verstanden werden, die durch eine geringere Leistungsfähigkeit und Belastungshöhe gekennzeichnet sind.

Die Bezeichnungen werden teilweise synonym verwendet und können in vielen Fällen gegeneinander vertauscht werden. Kommissionierer, Hubwagen und Handstapler gehören zu den Flurförderzeugen, werden gemeinhin jedoch nicht als echte Gabelstapler angesehen. Teilweise werden sie nicht mit einem Motor sondern mit reiner Muskelkraft betrieben.

Wer nur geringe Arbeitskapazitäten hat und es hauptsächlich darauf absieht leichtere Waren von A nach B zu transportieren ohne selbige großartig zu stapeln, ist mit einem Gerät aus dieser Gruppe gut bedient.

5 Gabelstapler Hersteller

In diesem Kapitel werden wir Ihnen verschiedene Gabelstapler Hersteller vorstellen und Ihnen die relevanten Informationen zur Verfügung stellen.

5.1 Clark

Der im Jahre 1873 geborene Eugene Clark gilt als der Erfinder von Gabelstaplern. Nach seiner Schulzeit studierte Eugene Clark Maschinenbau, was er auch abschloss. Anschließend arbeitete er bis 1904 Illinois Steel Werks in Chigago. In diesem Jahr wechselte er in die 1903 gegründete George R. Rich Manufactoring Company, welches ein Automobilzulieferer war. Da dort, wie es auch heute noch in größeren Unternehmen der Fall ist, Teile von einem Teil des Werks in einen anderen Teil transportiert werden müssen, entwickelte Clark einen Plattformwagen.

Der Unterschied zwischen einem Plattformwagen und einem Gabelstapler ist weniger die Technik, als die Möglichkeit Waren aufzunehmen und zu transportieren. Während bei einem Plattformwagen die Waren direkt aufgelegt werden können, besteht bei den Gabelstaplern die Möglichkeit, diese auf einer Palette oder andere Untergründen zu transportieren.

Da nicht nur das Werk einen Zugang hatte, sondern auch Besucher beziehungsweise Kunden des Werkes den Plattformwagen und seine Funktion und Möglichkeiten gesehen haben, stieg die Beliebtheit rasch an. So wurden bereits ein Jahr nach der Entwicklung im Jahr 1918 acht dieser Wagen und im Jahr 1919 75 Plattformwagen gebaut. 1923 wurden Modelle mit Verbrennungsmotor gebaut und im Jahr 1924 wurde schließlich der erste Gabelstapler entwickelt. Auch heute ist das Unternehmen Clark für den Bau von Gabelstaplern bekannt.

5.2 Doosan

Doosan, ein Großkonzern in Sachen Lagertechnik, führt unter anderem Gabelstapler in seinem Sortiment. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Antriebstechniken, zu denen Diesel, Gas und Elektro gehören. Um immer den passenden Gabelstapler zu haben, was vom Einsatzgebiet abhängig ist, ist es wichtig, dass man sich vor dem Kauf über die Auswahl ebenso wie auch über die Möglichkeiten der einzelnen Modelle informiert. So bieten sich Sonderausführungen ebenso an wie die klassischen Modelle, einzig und allein die Verwendung ist hierbei wichtig.

Da die Wendigkeit von Gabelstaplern insbesondere in geschlossenen Räumen sehr wichtig ist, befinden sich ebenso Modelle zum Mitlaufen oder mit kleiner Mitfahrerplattform im Sortiment. Auch hierbei lassen sich Sondermodelle finden, die extra lange Gabeln haben, hoch hinaus können oder für schwere Lasten geeignet sind.

5.3 Hedemann

Christian Hinrich Hedemann, der im Jahr 1862 geboren wurde, pachtete 1889 die Dorfschmiede, um seiner Tätigkeit als Schmiedemeister nachzugehen. Der kleine Ort Elmersdorf war dem jungen Mann jedoch nicht ausreichend, weshalb 1901 der Kauf der Dorfschmiede in Linswege vollzogen wurde. In dieser Dorfschmiede wurden unter anderem Militärwagen gebaut. Nach einer Brandkatastrophe war der Wiederaufbau und gleichzeitig die Erweiterung der Gebäude das Tagesprogramm. 1922 wurde diese Aufgabe von Johann Hedemann, der Sohn von Christian Hinrich Hedemann übernommen. 1959 fand eine weitere Übergabe statt. Von nun an leitete Heinrich, der Sohn von Johann, die Geschäfte und kümmerte sich um alle Belange.

Heinrich vollzog den Weiterausbau zu einem Industriebetrieb. Des Weiteren wurde das Hauptaugenmerk auf die Produktion von Lagertechnik gelegt. Lagertechnik, Fördertechnik, Stalltechnik und Metallbautechnik sind die Hauptbranchen des Unternehmens. Zusätzlich zum normalen Sortiment sind auch Sonderanfertigungen möglich, die jedoch preislich etwas höher angesetzt sind.

5.4 Jungheinrich

Der Erfolg der Marke Jungheinrich kann keinesfalls verleugnet werden. Seit der Firmengründung 1953 befasste sich der Gründer und Mitarbeiter des Unternehmens mit dem Bau von Ameisen und später von Gabelstaplern. Die Vielfalt der Produkte ist ebenso ein Erfolgsgarant wie die Qualität. Die Gründung fand am 07. August in Hamburg statt.  Der Gründer war Friedrich Jungheinrich, nach dem das Unternehmen benannt ist.

Während im Gründungsjahr die Ameise 55, der erste Vierradstapler, auf den Markt gebracht wurde, wurde bereits 1956 ein Schubmaststapler vorgestellt. Der Erfolg des Unternehmens zeigte sich in der Entwicklung immer neuer Modelle wie auch bei der Verbreitung des Vertriebsnetzes und der Standorte.

Verschiedene Antriebsarten gehören ebenso zur Marke Jungheinrich wie die unterschiedlichen Modelle, die für verschiedene Gebiete eingesetzt werden können. Durch hochwertige Beschichtungen kann die Qualität, insbesondere die Langlebigkeit, angehoben werden. Dementspechend erfolgt der Vertrieb nicht nur von Neufahrzeugen, sondern ebenso von Gebrauchtstaplern, deren Nachfrage entsprechend hoch ist.

5.5 Kion

Der Gabelstapler Hersteller Kion ist der größte Hersteller von Gabelstaplern in Europa. Die Entwicklung von Kion zeigt sich unter anderem durch den Börsenstart, welcher im Sommer 2013 stattfand. Mit dem Verkauf der Aktien, die anfangs für einen Preis von etwa 30 Euro angeboten wurden, wurde der Abbau von Schulden geplant. Mit diesem Schritt soll verhindert werden, dass eine weitere Einlage des chinesischen Investors notwendig wird. Die deutschen Hersteller wie Kion achten strikt darauf, dass die Mehrheitsanteile im eigenen Besitz bleiben.

Weltweit gesehen liegt Kion an zweiter Stelle, wenn es um die Herstellung von Flurförderfahrzeugen und Lagertechnik geht (hinter Toyota). Die Gründung der heutigen Kion Group fand im Jahr 2006 statt. Der Unternehmenssitz befindet sich auch heute noch in Wiesbaden. Der grundlegende Ursprung für diese Unternehmensgründung fand bereits 1904 durch die Gründung der Güldner Motoren Gesellschaft statt.

Zur Kion Group gehören verschiedene Unternehmen und Sparten. So gehören die Firmen Linde Material Handling, Still GmbH, Kion Warehouse Systems, Fenwick Linde, OM Carrelli Elevatori, Kion Baoli und Voltas Material Handling zur Kion Group.

5.6 Komatsu

Komatsu ist bekannt durch die hohe Qualität der Gabelstapler. Leistungsvermögen, Bedienkomfort und Sicherheit aber auch das Aussehen gehören zu den Dingen, auf die bei der Herstellung geachtet wird. Die Komatsu Gabelstapler können in drei Kategorien eingeteilt werden. So werden diese als

  • Dieselstapler,
  • Gasstapler und
  • Elektrostapler

angeboten. Entsprechend der Antriebsart kann teilweise auf die Größe des Gefährts geschlossen werden. Während sowohl Diesel- wie auch Gasstapler als fahrbare Modelle mit Kabine angeboten werden, fällt die Auswahl bei Elektrostaplern wesentlich umfangreicher aus. Zusätzlich zu der klassischen Gabelstapler-Ausführung sind auch kleinere Modelle im Angebot, welche teilweise einen Stellplatz zu mitfahren bieten oder permant gelaufen werden muss. Bei diesen Modellen kommt es vor allem auf die Traglast und die Möglichkeit des Stapelns in der Höhe an.

Die klassischen Gabelstapler werden ebenso als Gegengewichtsstapler bezeichnet, da sie ansonsten den Lasten nicht gewachsen wären. Die maximale Traglast auf den Gabeln hängt von der Menge des Gegengewichts ab. Dabei wird in der Regel eine Abstufung gemacht, ob sich die Last unten befindet oder nach oben gehoben wird. Bei den Komatsu Staplern ist das Gegengewicht sehr gut in das Design eingebaut und fällt nicht ins Auge.

5.7 Linde

Das Unternehmen Linde Material Handling gehört zu den international führenden Produzenten von Gabelstaplern. Daher sollte man sich bei einem Kaufvorhaben auch entsprechend über die Produkte von Linde informieren. Im Jahr 1902 wurde das Unternehmen Güldner Diesel-Motoren in München gegründet – 27 Jahre später kaufte Linde alle Anteile des Unternehmens auf.

Im Jahr 1958 hat das Unternehmen dann den Hydraulik-Hersteller Gusswerk Paul Saalmann & Söhne. Ein Jahr später orientierte sich das Unternehmen um und spezialisierte sich auf den Bau von Flurförderfahrzeugen und Hydraulik. Im Jahr 1969 folgte die logische Konsequenz: den Bau von Dieselmotoren und Traktoren völlig einzustellen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Geschichte des Unternehmens war die Übernahme der Baker Material Handling Corporation.

Im Bereich der Stapler bietet das Unternehmen eine beeindruckende Produktpalette: V-Stapler, E-Stapler, SeitenstaplerSchwerststapler, Containerstapler und Reach Stacker. Für jeden Einsatzbereich sollte da ein passender Gabelstapler zu finden sein. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen noch Produkte für die Bereiche „Lagern“ (Hochhubwagen,  Schubstapler, Hochregalstapler und Kombi-Fahrzeuge), „Kommissionieren“  und „Transportieren“ (Handgabelhubwagen, Logistikzug, Niederhubwagen und Schlepper-/Plattformwagen).

Besonders beeindruckend ist der Containerstapler C360-400: dieser hat eine Tragkraft von bis zu 40.000 Kilogramm. Der Arm kann Höhen von bis zu 12 Metern erreichen. Aber nicht nur dieser Linde Stapler ist ein kleines Technikwunder!

5.8 Still

Das Hamburger Unternehmen blickt auf eine fast 100-jährige Historie zurück. Angefangen mit der Reperatur von Elektromotoren von einem Zwei-Personen-Betrieb hat sich das Unternehmen heute zu einem großen Player im Intralogistik-Bereich entwickelt und beschäftigt etwa 6.000 Mitarbeiter. Im Juli des Jahres 1945 hat man den ersten Still Gabelstapler produziert.

Die Elektro-Gabelstapler von dem Unternehmen Still haben eine Tragkraft zwischen einer und fünf Tonnen. Diese Stapler verfügen jeweils über einen Akku, der mit Strom aufgeladen wird. Das Energiesparprogramm Blue-Q unterstützt dabei, einen geringen Energieverbrauch zu gewährleisten.

Mit den Modellen RC 40, RX 70, RX 70 Hybrid und R 70 ist das Unternehmen auch hier gut aufgestellt. Insbesondere das Hybrid-Modell verspricht dabei einen minimalen Energieverbrauch und geringe CO2-Emissionen. Insbesondere dann, wenn oft gebremst und wieder beschleunigt werden muss, eignet sich die Hybrid Version.

6 Exemplarische Modellvorstellung

Nachdem im vorhergegangenen Abschnitt ausführlich auf die verschiedenen Arbeitsweisen sowie die unterschiedlichen Kennzeichen der jeweiligen Gabelstaplertypen eingegangen wurde, soll nachfolgend eine exemplarische Darstellung einzelner Modelle bekannter Hersteller von Gabelstaplern angeführt werden.

Die darin enthaltenen Informationen gelten selbstverständlich nur unter Vorbehalt, da eventuelle Änderungen des Herstellers nicht vorhersehbar sind. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich auf der Seite der Hersteller noch einmal genauere Erkundigungen zum jeweiligen Wunschmodell einzuholen. Darüber hinaus können nachfolgend selbstverständlich nicht alle Modelle und nicht alle Hersteller eingehend betrachtet werden.

Da die vorliegenden Ausführungen lediglich hinsichtlich einer Kaufentscheidung beraten sollen, dient die nachfolgende Übersicht einer besseren Verdeutlichung.

6.1 Toyota: Elektro-Gabelstapler: Traigo 48

Toyota ist einer der Weltmarktführer in Sachen Flurförderzeuge und brachte vor knapp 60 Jahren den ersten Gabelstapler der Unternehmensgeschichte auf den Markt. Seitdem stehen die Flurfördergeräte von Toyota für Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Innovationsvermögen.

Die Bandbreite der Produktpalette reicht bei Toyota von Handhubwagen über Schubmaststapler bis hin zu halbautomatischen Systemen. Gabelstapler werden in den Bereichen Elektro- sowie Gas-/Dieselmotor angeboten. Die Reihe Traigo 48 umfasst zehn der populären Elektro-Gabelstapler von Toyota, wobei sich die einzelnen Fahrzeuge durch verschiedene spezifische Merkmale auszeichnen.

Die Modelle der Serie Traigo 48 können ausgestattet mit drei Rädern als besonders wendiges Gerät in engen und schwer zugänglichen Räumen geordert werden oder mit vier Rädern für mehr Stabilität und Hubkraft. Den kleinsten Wenderadius in der Serie der dreirädrigen Gabelstapler besitzt das Modell 8FBET15 mit einem Radius von 1434 mm. Die Ladekraft ist bei diesem Modell mit 1,5 Tonnen jedoch am geringsten.

Das Modell 8FBET20 hat mit rund 2,0 Tonnen eine deutlich bessere Ladekraft, gleichzeitig mit 1650 mm auch einen größeren Wenderadius. Alle Modelle der Serie Traygo 48 werden mithilfe einer Batterie angetrieben, die eine Spannung von 48 Volt auffasst. Der Toyota Traygo HT dagegen wird mit einer 80 V-Batterie betrieben und und verfügt über vier Räder.

Er eignet sich besonders für schwere Lasten und Arbeiten und ist so gesehen ein echtes Arbeitstier.

Bei einer Tragfähigkeit von 6 Tonnen verfügt das Modell 8FBMHT60 über einen Wenderadius von 3194 mm. Das Modell 8FBMHT85 dagegen besitzt eine Tragfähigkeit von 8,5 Tonnen und besitzt dabei nur einen geringfügig größeren Wenderadius von 3255 mm.

6.2 KION Group: Still: Elektro-Gabelstapler: RX 50

Die KION Group hat es sich zur Aufgabe gemacht Weltmarktführer auf verschiedenen Gebieten zu werden und agiert deshalb als Mutterkonzern für verschiedene kleinere Unternehmen, die sich jeweils als besonders profitabel in ihrem jeweiligen Segment erwiesen haben.

Der Flurfördergeräte-Hersteller Still beispielsweise gehört ebenfalls zur KION Group und hat sich bereits seit längerer Zeit einen respektablen Ruf auf dem Gebiet der Flurförderzeuge erarbeitet. Eine besonders kleine Serie an Gabelstaplern, die sich auch für den Gebrauch im privaten Sektor eignen können, offeriert Still mit seiner RX 50-Serie.

Hierbei handelt es sich um verschiedene Modelle eines dreirädrigen Gegengewichtsstaplers, der mit einem Elektromotor ausgestattet ist.

Das kleinste und leistungsärmste dieser Fahrzeuge ist der RX 50-10 mit einer maximalen Tragkraft von einer Tonne und einer Hubhöhe von knapp 6 Metern. Der RX 50-16 dagegen ist in der Lage Lasten von bis zu 1,6 Tonnen zu transportieren und verfügt dabei über dieselbe Hubhöhe wie der RX 50-10.

Sämtliche Modelle dieser Serie haben eine Fahrgeschwindigkeit von 12.5 Kilometern in der Stunde und benötigen 25 Volt Batteriespannung.

Statistik: Anzahl der Mitarbeiter* der KION Group weltweit in den Jahren 2010 bis 2012 | Statista

6.3 Nissan (Forklift): Elektro-Gabelstapler: TX Serie

Nissan begann bereits im Jahr 1957 mit der Herstellung einer eigenen Gabelstapler-Serie. Hierbei kamen dem Unternehmen die bis dato bereits erlangten Kenntnisse aus dem Fahrzeugbau zugute.

1970 wurden die ersten Gabelstapler dann nach Europa exportiert, wo der Zuspruch enorm war. Selbstverständlich präsentiert auch Nissan Forklift eine Serie an kleinen und wendigen Elektro-Gabelstaplern und verpackt diese unter dem Namen TX Serie. Auch die Modelle in dieser Serie sind je nach Wunsch mit drei oder vier Rädern ausgestattet und ermöglichen so entweder einen geringeren Wenderadius oder eine größere Tragkraft.

Alle Modelle dieser Serie funktionieren per Batteriebetrieb, wobei sich die Spannung je nach Leistungsfähigkeit bei einzelnen Modellen unterscheiden kann. Das Modell TX3-13 verfügt mit 1420 mm über den kleinsten Wenderadius, kann mit einem Gewicht von 1,25 Tonnen jedoch auch nur die geringste Last stemmen.

Das Modell TX2-20 dagegen kann bis zu 2 Tonnen Gewicht transportieren, hat dafür jedoch einen deutlich größeren Wenderadius von 1635mm. Die vierrädrigen Modelle haben mit einer maximalen Tragkraft von bis zu 2 Tonnen noch einmal einen deutlichen Vorteil in dieser Richtung, eignen sich aufgrund ihres großen Wenderadius von bis zu 1930 mm aber nicht für die Arbeit in allen Bereichen.

6.4 Manitou: Elektro-Gabelstapler: EMA II

Die Manitou-Unternehmensgruppe hat sich nicht nur der Herstellung von Gabelstaplern und anderen Flurfördergeräten verschrieben, sondern arbeitet auch auf dem Gebiet der schweren Geräte für unwegsames Gelände und schwere Arbeiten.

Bereits im Jahr 1958 wurde der erste Gabelstapler für schweres Gelände entwickelt und auf den Markt gebracht. Seitdem sind Flurfördergeräte der Marke Manitou aus der Branche nicht mehr wegzudenken. Bei seiner Produktion beschränkt sich Manitou jedoch nicht nur auf schweres Gerät, sondern hat außerdem auch Elektro-Gabelstapler im Angebot, die allesamt per Batterie betrieben werden.

Die Modelle der Serie EMA II verfügen allesamt über vier Räder und eine maximale Hubhöhe von etwas über 5 Metern. Der Unterschied der Geräte liegt vor allen Dingen in der maximalen Tragfähigkeit der Gabelzinken. Während der EMA II 13 nur eine Ladung von höchstens 1,3 Tonnen transportieren kann, ist der EMA II 20 HD-2 in der Lage bis zu 2 Tonnen zu transportieren.

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7 Verschiedene Antriebsarten

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich Gabelstapler hinsichtlich verschiedener Merkmale, eines davon ist die Antriebsart. Im vorangegangenen Abschnitt wurden verschiedene Modellserien unterschiedlicher Hersteller aus dem Bereich Elektroantrieb einander gegenübergestellt.

Nachfolgend sollen die bisherigen Kenntnisse über den Elektroantrieb von Flurfördergeräten ausgeweitet und um zusätzliche Informationen zu Diesel- und Gasantrieb ergänzt werden.

Gabelstapler Antrieb

 

7.1 Elektromotor

Elektronisch betriebene Gabelstapler stellen mit Sicherheit die ökologisch nachhaltigste Variante des Antriebs dar. Es entstehen keine schädlichen Verbrennungsgase und die notwendige Batterie kann bei Bedarf immer wieder aufs Neue aufgeladen werden.

Darüber hinaus sind Elektromotoren in der Regel geräuschärmer, als die beiden anderen Varianten. Überdies kann das Gewicht der benötigten Batterie als zusätzliches Gegengewicht des Gabelstaplers dienen. Genauso wie mit Gas betriebene Gabelstapler dürfen auch elektrisch betriebene Gabelstapler bedenkenlos in Innenräumen eingesetzt werden.

7.2 Gasantrieb

Gabelstapler, die mithilfe eines Gasantriebs funktionieren, werden in der Regel mithilfe eines sogenannten Flüssiggases zum Laufen gebracht. Hierbei handelt es sich normalerweise um ein Gemisch aus Propan und Butan. Allerdings existieren auch Gabelstapler, die mit Erdgas angetrieben werden. Gasbetriebene Gabelstapler sind im Schnitt günstiger als Gabelstapler mit Dieselmotor und auch die Energiekosten sind um einiges geringer.

Darüber hinaus verbrennt das Gas im Inneren des Motors rückstandslos und sichert selbigem dahingehend eine längere Lebensdauer zu. Ein kleiner Nachteil von gasbetriebenen Gabelstaplern ist die oftmals geringere Leistungsfähigkeit im Vergleich zu dieselbetriebenen Geräten.

7.3 Dieselantrieb

Während benzinbetriebene Gabelstapler in der EU mittlerweile aufgrund der hohen Energiekosten und des Schadstoffausstoßes kaum noch existieren, sind dieselbetriebene Flurförderzeuge noch immer auf dem Vormarsch. Der Vorteil dieser Fahrzeuge ist die extrem hohe Leistungsfähigkeit:

Während elektromotorbetriebene Gabelstapler häufig nur bis zu einer Tragfähigkeit von 6 oder 7 Tonnen zuverlässig arbeiten können, sind einzelne dieselbetriebene Gabelstapler dazu in der Lage bis zu 90 Tonnen zu bewegen.

Ein Nachteil sind die umweltbelastenden Abgase, die auch der Grund dafür sind, dass dieselbetriebene Gabelstapler in Innenräumen eigentlich gar nicht zum Einsatz kommen dürfen.

8. Anbau- und Zusatzgeräte

Gabelstapler Anbaugeräte Mit den wechselnden und vor allen Dingen wachsenden Ansprüchen an Flurförderzeuge muss auch die Variabilität der Geräte mithalten können.So existiert mittlerweile eine Vielzahl an verschiedenen Anbau- und Zusatzgeräten, die den Einsatz des Gabelstaplers auf verschiedene Weise möglich machen. Selbstverständlich ist dabei nicht jedes Anbaugerät für jeden Gabelstapler geeignet.

Darüber hinaus existieren äußerst relevante Sicherheitsvorschriften beim Einsatz von derartigen Zusatzgeräten. Schließlich kann sich die Gewichtsverteilung sowie die Belastungsfähigkeit des Gabelstaplers beispielsweise durch den Aufsatz anderer Zinken schlagartig ändern.

Dementsprechend müssen derartige Anbauten immer von einem kompetenten Fachmann durchgeführt und kontrolliert werden. Das Herumbasteln auf eigene Faust empfiehlt sich aus Gründen der Sicherheit nicht.

Nachfolgend sollen einige gängige Anbaugeräte für den Gabelstapler vorgestellt, sowie die Folgen eines derartigen Anbaus für die Funktion und Bedienung des Gabelstaplers erläutert werden.

Diese Ausführungen können aufgrund der enormen Vielfalt an möglichen Geräten nicht vollständig sein, sondern sollen lediglich einen einführenden Überblick liefern.

Andere mögliche Anbau- und Zusatzgeräte sind:

  • Dorne
  • Kranarme
  • Teleskopgabeln
  • Kippschlitten
  • Mehrfachklammern
  • Ballenklammern
  • Seitenkippvorrichtung
  • Holzgreifer

8.1 Gabelzinken

In verschiedenen Fällen kann es notwendig sein, die regulären Zinken des Gabelstaplers zu verlängern oder zu verstärken. Eine derartige Vorgehensweise kommt besonders dann zum Einsatz, wenn besonders große Ladungen mit einer ausgedehnten Grundfläche transportiert werden müssen.

In diesem Fall können die regulären Gabelzinken zu kurz oder zu schmal sein, um einen sicheren Transport der Ladung zu gewährleisten. Durch die Verlängerung von Gabelzinken kommt jedoch das eigentliche Gleichgewicht des Gabelstapler aus dem Ruder, der Schwerpunkt verlagert sich weiter nach vorn. Aus diesem Grund ist die Tragfähigkeit des Gabelstaplers anschließend verringert. Berechnungsformeln werden vom Hersteller der zusätzlichen Gabelzinken in der Regel mitgeliefert.

8.2 Kippbehälter

Kippbehälter existieren für verschiedene Gabelstaplersysteme, wobei vor allen Dingen Gabelstapler mit Seilzug, Abrollsystem oder Abrollmechanismus in Frage kommen. Der Behälter wird auf die Zinken aufgesetzt und kann anschließend ganz regulär transportiert werden. Mithilfe des jeweils ausgewählten Mechanismus kann der Kippbehälter dann am Zielort vom Fahrersitz aus gekippt werden.

Die Kippbehälter können bei unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Farben und Größen bestellt werden. Auch ein Kippbehälter verändert selbstverständlich die Stabilitätsverhältnisse eines Gabelstaplers. Der Schwerpunkt kann sich gegebenenfalls verlagern, eben diese Faktoren müssen vor der Inbetriebnahme eingerechnet werden.

8.3 Hilfsgeräte

Auch andere Hilfsgeräte sind für den Anbau an Gabelstaplern geeignet. So können zum Beispiel im Winter diverse Aufsätze für Schneeräumarbeiten genutzt werden. Darüber hinaus existieren auch Aufsätze, die die jeweilige Ladung vor übermäßigen Wettereinflüssen schützen können. Durch eine Art Überdachung kann die Ladung so beispielsweise gegen Regen, Hagel oder Schnee abgeschirmt werden.

Weiterhin existieren verschiedene Aufsatzgeräte, die sich für Ladungen eignen, die nicht mithilfe der herkömmlichen Gabelzinken verladen werden können, sondern beispielsweise eine glatte und durchgängige Hebebühne verlangen.

All diese Formen von Aufsatzgeräten verändern die Gleichgewichtsverhältnisse eines Gabelstaplers und müssen unbedingt beachtet werden.

9. Trends in der Entwicklung

Wie schon die Aufsatz- und Anbaugeräte, unterstehen auch die Gabelstapler selbst einem ständigen Wandel. Angetrieben von Innovationsgeist und Ehrgeiz versuchen die unterschiedlichen Hersteller in punkto Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Bedienbarkeit immer wieder neue Elemente auf den Markt zu bringen, die den Gabelstapler zu einem noch effektiveren Einsatzgerät machen können. Gabelstapler Touchscreen

Dabei beschäftigen sich die meisten der neuen Entwicklungen in der Regel mit den Bereichen Einsatz von Multimedia, Warntechnik sowie einer Steigerung der Leistung. Je nachdem, welchem Bereich man sich zuwendet, stehen dabei natürlich unterschiedliche Aspekte im Fokus.

Der Einsatz von Multimedia beruht vor allen Dingen auf Automatisierungsprozessen sowie der Einführung weiterer technischer Hilfsmittel. So sind mittlerweile bereits einige Gabelstaplermodelle mit einem Touchscreen ausgestattet, der ihnen nicht nur die Bedienung des Fahrzeugs erleichtert, sondern auch eine umfassendere und effizientere Navigation ermöglicht. Warnsysteme dagegen zielen in erster Linie auf die Sicherung von Personen und Ladung ab.

So können in Verbindung mit Multimedia verschiedene Sensoren beispielsweise an den Gabelzinken auf eventuelle Unstimmigkeiten beim Verladeprozess aufmerksam machen. Gerade beim Stapeln von Waren kann dies besonders hilfreich sein. Auch die Entwicklung in Sachen Autopilot kann beim Gabelstapler zukünftig noch weiter vorangetrieben werden, was vor allen Dingen auf automatische Bremsvorgänge zutrifft.

Auf diese Weise können beispielsweise unachtsame Fahrer durch technische Raffinesse ausbalanciert werden. Auch in Hinblick auf den verwendeten Antrieb stehen die Entwicklungen nicht still. Hier wird immer stärker versucht die hohe Leistungsfähigkeit und Antriebskraft eines Dieselmotor mit der guten Umweltverträglichkeit eines Elektromotors in Einklang zu bringen. In diesem Bereich unterscheidet sich die Gabelstapler-Industrie jedoch gehörig von der gewöhnlichen Automobilindustrie:

Aufgrund der kürzeren Wege, die mit einem Gabelstapler zurückgelegt werden müssen, kann es hier zukünftig vermutlich schneller zu positiven Ergebnissen kommen.

10. FAQ zum Thema Gabelstapler

Für welche Arbeitsbereiche sind Gabelstapler geeignet?

  • Die Arbeitsbereiche und Aufgabengebiete von Gabelstaplern unterscheiden sich je nach Typ und Modell. In der Regel werden Gabelstapler in der Logistik eingesetzt, um Waren und Ladungen zu transportieren und gegebenenfalls zu stapeln. Je nach Gabelstapler können diese Ladungen bis zu 90 Tonnen Gewicht annehmen. Einige Gabelstapler eignen sich auch für den Einsatz im Gelände und werden dann für forstwirtschaftliche Belange oder auch auf Baustellen eingesetzt.

Welche Arten von Gabelstapler gibt es?

  • Je nach Aufgabenfeld existieren unterschiedliche Formen von Gabelstaplern, die jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Geländestapler beispielsweise eignen sich für den Betrieb auf unebenen und unwegsamem Gelände, Hochregalstapler sind besonders ratsam, wenn Waren bis zu einer Höhe von mehr als 10 Metern gestapelt werden sollen und Vier- oder Mehrwegestapler empfehlen sich bei engen und schwer zugänglichen Verladeräumen.

Wie werden Gabelstapler angetrieben?

  • Gabelstapler können auf verschiedene Arten angetrieben werden. Gängig sind die Varianten Elektro-, Diesel- oder Gasantrieb, wobei jede dieser Antriebsmöglichkeiten ihre verschiedenen Vorzüge hat. Aktuelle Entwicklungen tendieren dazu diese Vorzüge der einzelnen Antriebsmöglichkeiten in einer Art Hybrid miteinander zu vereinen.

Wird zum Führen eines Gabelstaplers eine Erlaubnis benötigt?

  • Ein sogenannter Staplerschein ist vor dem Führen eines Gabelstaplers in der Regel vorzuweisen. Während der zugehörigen Schulung wird schließlich nicht nur die Inbetriebnahme und die Steuerung des Gefährts besprochen, sondern gleichsam ein intensives Sicherheitstraining durchgeführt. Gerade in Anbetracht der Vielzahl an Betriebsunfällen, die im Zusammenhang mit Gabelstaplern jährlich entstehen, ist dies von entscheidender Bedeutung.

Können Gabelstapler aufgerüstet werden?

  • Es existieren verschiedene Anbau- und Zusatzgeräte mit denen ein Gabelstapler perfekt auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Beispielsweise können verlängerte oder verstärkte Gabelzinken den Transport von der Norm abweichender Ware ermöglichen oder der Aufsatz eines Schneeräumgeräts kann im Winter eine zusätzliche Erleichterung bewirken. Allerdings muss beim Aufsatz von zusätzlichen Geräten immer bedacht werden, dass sich die Tragfähigkeit des Gabelstaplers dadurch verändern kann. Im eigenen Interesse sollten deshalb die anhängigen Produktinformationen der Hersteller immer ausreichend studiert werden. Im Zweifelsfall sollte Rücksprache mit dem Hersteller oder einem Experten gehalten werden.

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11. Verweise und Quellen

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